Chronik der Dresdner Dampfeisenbahn AG

Die Geschichte der Dresdner Dampfeisenbahn AG ist eng verbunden mit dem Schicksal der Traditionsbahn Radebeul - Radeburg, deren historische Anfänge bis in das Jahr 1883 zurückreichen. Niemand könnte davon besser erzählen, als die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Traditionsbahnvereins Radebeul - Radeburg e.V.,  die sich seit 1974 für den Erhalt dieses historischen Kulturgutes einsetzen. Unternehmen Sie zunächst einen virtuellen Ausflug zu den Freunden der Traditionsbahn, indem Sie hier anklicken:

 http://www.traditionsbahn-radebeul.de 



1997 - unsere Geschichte beginnt

Frühjahr 1997
Das Problembewußtsein für die von der Stillegung bedrohten Schmalspurbahnen Radebeul -Radeburg (Lößnitzgrundbahn) und Freital - Kippsdorf (Weißeritztalbahn) nimmt in der Bevölkerung zu. Die Betriebsverpflichtung der DBAG endet am 31.5.1998. Die politische Zuständigkeit ist noch nicht geklärt.

Sommer 1997
Der Vorsitzende des Traditionsbahnvereins, Claus Burghardt, trifft mit dem Unternehmensberater, Andreas Börnig, zusammen und berichtet über das drohende "Aus" für die Schmalspurbahnen. Die politische Zuständigkeit ist bis dato noch ungeklärt.

Spätsommer 1997
Die "Andreas Börnig Unternehmensberatung" erstellt ein Rettungskonzept für die Strecke Radebeul - Radeburg. Horst Seliger, Rechtsanwalt und Stadtrat von Freital übernimmt diese Aufgabe für die Weißeritztalbahn und gründet im August die "Weißeritztalbahn Betriebs GmbH".

20.10.1997
Die DBAG gibt öffentlich bekannt, die Stillegung der Strecke zu beantragen, wenn bis zum 27.10.1997 kein neuer Betreiber gefunden wird. Die politische Zuständigkeit ist bis zum derzeitigen Zeitpunkt immer noch nicht geklärt.

21.10.1997
Andreas Börnig meldet der DBAG offiziell das Interesse an der Übernahme der Strecke Radebeul - Radeburg an. Die Stillegungsabsichten der DBAG werden verschoben.

30.10.1997
Die Dresdner Dampeisenbahn AG wird von einer kleinen Investorengruppe gegründet und führt die bisher eingeleiteten Aktivitäten weiter.

Winter 1997
Das Betriebs- und Sanierungskonzept der Dresdner Dampfeisenbahn AG wird der DBAG, dem Landratsamt Meißen sowie dem Verkehrsverbund Oberelbe vorgestellt und stößt auf großes Interesse. Die politische Zuständigkeit bleibt unklar. 

Frühjahr 1998
Hochrangige Vertreter der DBAG treffen sich mit der Geschäftsleitung der Dresdner Dampfeisenbahn AG und verhandeln über die möglichen Übernahmebedingungen. Über die politische Zuständigkeit konnte noch keine Einigung erzielt werden.  

Frühsommer 1998
Nach Klärung der politischen Zuständigkeit kurz vor Stillegung der Strecke, entscheidet man sich gegen die Konzepte der Weißeritztalbahn Betriebs GmbH und der Dresdner Dampfeisenbahn AG. Dem Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe gelingt es mit hohen Subventionszusagen, die DBAG mit der Sanierung und dem Betrieb der Strecken für weitere 15 Jahre zu verpflichten. 

Sommer 1998
Die Gleisanlagen werden von der DBAG instandgesetzt. Die Weißeritztalbahner beschließen die Auflösung der Weißeritztalbahn Betriebs GmbH. Die Aktionärsversammlung der Dresdner Dampfeisenbahn AG entscheidet, das Unternehmen weiterzuführen und sich auf die Übernahme der Strecke in 15 Jahren vorzubereiten.

Spätsommer 1998
Ein neues Unternehmenskonzept zur Steigerung der Attraktivität der Schmalspurbahn wird ausgearbeitet. Es wird geplant, ein Stadtmodell der historischen Altstadt Dresdens in einer Ausstellungshalle gegenüber dem Bahnhof Radeburg als touristische Attraktion zu präsentieren.

25.9.1998
Die Internetpräsenz der Dresdner Dampfeisenbahn AG wird ins Netz gestellt.

01.03.1999
Der Traditionsbahnhof Radeburg wird geschlossen, es droht die unkontrollierte Zerschlagung des Immobilienbestandes der Traditionsbahn. Die Aktionärsversammlung der Dresdner Dampfeisenbahn AG entscheidet, die bisherigen Bemühungen um den Bahnhof Radeburg zu verstärken.

Mai 1999
Das neue Unternehmenskonzept der Dresdner Dampfeisenbahn AG wird mehreren Großbanken vorgestellt.

02.09.1999
Ein bankenvermittelter Großinvestor springt unerwartet ab. Die Aktionärsversammlung beschließt, den Schwerpunkt der Aktivitäten auf die Vorbereitung einer Emission an Kleinanleger und Eisenbahnliebhaber zu konzentrieren.

31.12.1999
Die Investitionsplanungen der Dresdner Dampfeisenbahn AG werden nach der Verkaufsentscheidung der DBAG überarbeitet, wobei der Finanzierung des Traditionsbahnhofes Radeburg die höchste Priorität eingeräumt wird.

23.03.2000
Der Bahnhofskaufvertrag zwischen der DBAG und der Dresdner Dampfeisenbahn AG wird notariell beurkundet.

Oktober 2000
Das Sächsische Wirtschaftsministerium überprüft auf Grund eines Gutachtens die bisherigen Fördergeldplanungen für die Traditionsbahn Radebeul - Radeburg. Die vergleichende Konzeptanalyse bescheinigt den Vorschlägen der Dresdner Dampfeisenbahn AG (Attraktivitätssteigerung) einen erheblichen Renditevorsprung gegenüber den Vorstellungen der DBAG (Modernisierung).

28.09.2001
18 Monate nach Vertragsbeurkundung und Auftragsvergabe der Grundstücks-Vermessungsarbeiten wird das Bahnhofsgrundstück vermessen. Nach Auskunft der Fachingenieure ist mit dem endgültigen Veränderungsnachweis, der eine Voraussetzung für den Eigentumsübergang darstellt, in den nächsten sechs Monaten zu rechnen.

02.11.2001
Auf der Hauptversammlung beschließen die Aktionäre, die Geschäftstätigkeit des Unternehmens auf die Sanierung des Bahnhofes Radeburg und die Realisierung des Projektes „Ausstellungshalle mit Stadtmodell Dresden" zu konzentrieren. Priorität wird den Vorplanungsarbeiten zum Bau und zur Finanzierung der Modellanlage eingeräumt.

04.06.2002
Zur schrittweisen Finanzierung des Geschäftsplanes wird eine erste Kapitalerhöhung erfolgreich durchgeführt. Das Grundkapital beträgt nun 130.000,19 EURO und ist in 130.000 nennwertlose Stück-Namensaktien eingeteilt.


Homepage: http://www.dresdner-dampfeisenbahn.de