17.03.2004

Dresdner Dampfeisenbahn AG
Aktionärsbrief März 2004


Sehr geehrte Aktionäre,
liebe Freunde der Dresdner Dampfeisenbahn AG,

am 16.03.04 fand auf Einladung des Verkehrsverbundes Oberelbe im Radebeuler Rathaus ein Pressegespräch zur „Perspektive der Lößnitzgrundbahn" statt. Thematische Schwerpunkte waren der geplante Betreiberwechsel, das neue Tarifkonzept und das Streckenmarketing.
Die Übernahme des Bahnbetriebs durch die BVO Bahn GmbH verzögert sich um einen weiteren Monat und ist nun für Mai 2004 anberaumt. Dies liegt an der komplexen Vertragsgestaltung bei Geschäften mit der DBAG, was jedoch nicht ungewöhnlich ist (zur Erinnerung: Für die Übergabe des Bahnhofs Radeburg an die DDAG benötigte die DBAG zwei Jahre, um Ihre zahlreichen Töchter auf eine Linie einzustimmen).
Vertraglich bereits sichergestellt wurden der Erhalt der Dampflokomotiven und der langfristige Betrieb der Strecke bis Radeburg.
Ein weiteres für uns sehr positives Ergebnis ist das von BVO und VVO ausgearbeitete Tarifkonzept. Während die bisher üblichen Zeitkarten für Schüler unverändert gelten, wurden die Preise für Einzelfahrten auf kürzeren Strecken stärker, auf längeren Strecken weniger stark angehoben. Für eine Fahrt auf der touristischen Kernstrecke zwischen Radebeul und Moritzburg (8km) zahlt man statt 2,60 Euro jetzt 5,30 Euro, was im ersten Moment kontraproduktiv erscheinen mag. Die Fahrt von Radebeul nach Radeburg (16km) kostet hingegen insgesamt nur 6,00 Euro und ist damit vergleichsweise günstig. Diese interessante Tarifgestaltung wird mit großer Wahrscheinlichkeit viele Eisenbahnfreunde motivieren, die Attraktivität der Strecke in Ihrer Gesamtheit zu erfahren, was uns als Eigentümer des Zielbahnhofes natürlich sehr willkommen wäre.
Im Vorfeld der Pressekonferenz konstituierte sich eine Arbeitsgruppe aus den anliegenden Kommunen, Vereinen sowie örtlicher Gastronomie und vereinbarte eine enge Zusammenarbeit bei der Steigerung der Attraktivität der Lößnitzgrundbahn und einer gemeinsamen touristischen Vermarktung.

Unter diesen neuen Rahmenbedingungen scheint es uns wieder sinnvoll, über ein neues Nutzungskonzept für den Bahnhof Radeburg nachzudenken und dieses in die Gesamtkonzeptionen einzubringen.


Mit freundlichen Grüßen
Jana Sperling

 


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