15.02.2004

Dresdner Dampfeisenbahn AG
Aktionärsbrief Februar 2004


Sehr geehrte Aktionäre,
liebe Freunde der Dresdner Dampfeisenbahn AG,

wie im Aktionärsbrief 12/2003 bereits erwähnt, hat der Verein zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen e.V. (VSSB) im vergangenen Jahr erstmals den Claus-Köpcke-Preis als Anerkennung für ehrenamtliches Engagement bei der Pflege sächsischer Schmalspurbahnen ausgeschrieben. Die Verleihung des mit 10.000,- Euro dotierten Preises fand vor geladenem Fachpublikum am 27.01.04 in Dresden statt. Zu den Preisträgern 2003 wurden der Heimatverein Käbschütztal e.V., der Museumsbahn Schönheide e.V. und der Interessenverband Zittauer Schmalspurbahnen e.V. gekürt.
Mehr über die Arbeit und Ziele des Vereins und den Claus-Köpcke-Preis finden Sie unter www.ssb-sachsen.de .

Auf dieser sehr gelungenen Veranstaltung hatten wir die Gelegenheit, die Vereinsmitglieder anderer sächsischer Schmalspurbahnen persönlich kennen zu lernen und interessante Gespräche mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft zu führen. Bei Wein und leckerem Essen wurde in entspannter Atmosphäre über die verschiedenen Projekte diskutiert und über die Zukunft der Bahnen philosophiert. Im Rahmen dieser Gespräche entstand unter anderem die Idee eines Fahrradverleihs im Bahnhof Radeburg: Beförderung der Fahrradtouristen Talaufwärts mit der Schmalspurbahn von Radebeul nach Radeburg - Talabwärts geht’s dann mit dem Fahrrad über die romantischen Radwege der Region. Als Möglichkeiten zur Abgabe der Räder böten sich die Bahnhöfe in Moritzburg bzw. Radebeul an, da sie von dort aus problemlos mit dem Güterwagen zurück zum Bahnhof Radeburg transportiert werden könnten.
Vermutlich hätte ein solches Projekt in Kombination mit einem Busveranstaltungsservice (Betriebsausflüge, Schülerausflüge, Seniorenheimausflüge etc.) in der Tat das Potential, zahlreiche zusätzliche Touristen zu einem Tagesausflug nach Radeburg zu motivieren. Ein weiterer positiver Aspekt wäre die Wiederbelebung des eingestellten Güterverkehrs...

Eine wirklich sehr interessante Idee, über die wir als Alternative zu unserem etwas festgefahrenen Modellbauprojekt nachdenken werden.
Für etwas Unmut sorgte in diesem Zusammenhang allerdings ein Artikel in der Morgenpost vom 31.01.04. Dort wurde über eine Verdopplung der Fahrpreise für die Lößnitzgrundbahn ab April 2004 berichtet. Eine solche Maßnahme würde mit großer Wahrscheinlichkeit einen weiteren Fahrgastverlust nach sich ziehen und den finanziellen Spielraum für attraktive Kombiangebote erheblich einschränken. Im Interesse der touristischen Attraktivität wäre es wünschenswert, dass sich dieser Bericht nicht bestätigt.

Zum Schluss noch was Erfreuliches: Auf der Veranstaltung des Vereins zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen haben wir einen Eisenbahnfreund kennen gelernt, der uns in die technischen Geheimnisse von Bahnhofsuhren einweihte. Dank seines Tipps konnten wir die stehenden Uhren nun selbst wieder zum Laufen bringen.
Das macht Mut...

Mit freundlichen Grüßen
Jana Sperling

 


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