Sehr geehrte Aktionäre,
liebe Freunde der Dresdner Dampfeisenbahn AG,
nach der siebenmonatigen Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Region Meißen
(WRM-GmbH) können wir leider nur einen Teilerfolg verbuchen.
Positives Ergebnis der Arbeit ist ein ausgefeilter Geschäfts- und Finanzierungsplan.
Letzterer veranschlagt für die erste Investitionsphase des Bahnhofsprojektes einen
Kapitalbedarf von 425.000 Euro, der zu 63% durch Eigenkapital und Fördergelder
sichergestellt werden könnte.
Allerdings gelang es im Endeffekt nicht, den zuständigen Firmenkundenbetreuer der
Kreissparkasse Meißen zur Abgabe eines Finanzierungsangebotes für die verbleibenden 37%
zu motivieren. Laut Aussage des Bankexperten müssen Restrisiken bei der Kreditvergabe
gegenwärtig durch liquide Mittel, wie beispielsweise Barguthaben oder Ähnliches,
abgesichert werden. Von daher könne man dem komplett unbelasteten Bahnhof sowie dem als
zusätzliche Sicherheit angebotenen privaten Immobilienbesitz unseres Hauptaktionärs
keinen Absicherungswert beimessen.
Diese Absage ist für unser Unternehmen unerfreulich, da die Sicherstellung der Gesamtfinanzierung durch eine
begleitende Bank eine Voraussetzung für die Beantragung der kalkulierten Fördermittel
darstellt. In Anbetracht dieser strengen Vorgaben fällt es auch dem Geschäftsführer der
WRM-GmbH schwer, Lösungsvorschläge im Interesse der regionalen Wirtschaftsförderung
anzubieten.
Dennoch haben wir uns entschlossen, an dem Unternehmenskonzept festzuhalten. Erklärtes
Ziel der Dresdner Dampfeisenbahn AG bleibt die Errichtung einer Großmodellanlage in
Radeburg als touristischer Magnet für die Fahrgäste der Traditionsbahn.
Zur Realisierung dieses Vorhabens unter den gegenwärtig schwierigen Rahmenbedingungen
werden wir in den kommenden Monaten intensiv an der Ausarbeitung und Umsetzung
alternativer Finanzierungsstrategien arbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Jana Sperling
Aktionärsbriefe im Archiv
Homepage: http://www.dresdner-dampfeisenbahn.de