14.07.2003

Dresdner Dampfeisenbahn AG
Aktionärsbrief Juli 2003


Sehr geehrte Aktionäre,
liebe Freunde der Dresdner Dampfeisenbahn AG,

wir müssen leider zur Kenntnis nehmen, dass sich die Finanzierungsbedingungen für gewerbliche Investitionen in jüngster Zeit zum Negativen verändert haben. Ungeachtet der hervorragenden finanziellen und konzeptionellen Fördermöglichkeiten durch die öffentliche Hand, bremst die gegenwärtige Zurückhaltung der Kreditinstitute auch die Entwicklung unseres Unternehmens.
Auf der Suche nach einer die GA-Fördermittel-Beantragung begleitenden Bank wurden aus dem Dresdner Branchenbuch (Ausgabe 02/03) insgesamt vierzehn in Frage kommende Kreditinstitute recherchiert und kontaktiert. Sieben davon sind nicht mehr existent oder haben bereits die „Flucht" zurück nach Westdeutschland angetreten. Weitere vier Banken konzentrieren sich hauptsächlich auf das private Finanzierungsgeschäft und betreuen im gewerblichen Bereich lediglich noch Bestandskunden.
Nach dieser ernüchternden Feststellung war es für uns sehr erfreulich, dass die Wirtschaftsförderung Region Meißen GmbH (WRM GmbH) einen Kontakt zur Kreissparkasse Meißen vermitteln konnte. Beide Institutionen standen uns bei der wiederholten Anpassung des Unternehmenskonzeptes - speziell der Straffung der Anfangsinvestitionen - mit konstruktivem Rat zur Seite.
Eine konkrete Finanzierungsentscheidung steht bis zum heutigen Tag jedoch aus. Da dieser „Schwebezustand" das Unternehmen gegenwärtig sehr blockiert, werden intern bereits Alternativen diskutiert. Eine mögliche Variante wäre ein konsequenter Schlussstrich unter das Bahnhofskonzept und die Fremdvermietung des Gebäudes. Wir haben dahingehend erste Gespräche mit potentiellen Mietern geführt, die ihr Interesse an einer langfristigen Anmietung des Güterbodens bekundet haben. Ein Konzept für den vermieteten Wohnbereich befindet sich ebenfalls in der Planungsphase.

Der Geschäftsführer der WRM GmbH, Herr Peter Rudolph, empfahl unterdessen unserem Vorstand, sich zu gedulden und von voreiligen Schritten abzusehen. Seiner Ansicht nach läge die Bearbeitungszeit unseres Antrages im Rahmen des Üblichen, außerdem bestünden für die Dresdner Dampfeisenbahn AG relativ gute Chancen für eine positive Finanzierungsentscheidung.
Auf die Erfahrung von Herrn Rudolph vertrauend, werden wir den Bahnhof daher noch einen weiteren Monat für die Umsetzung des Unternehmenskonzeptes freihalten.

So viel für heute.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Sperling



Homepage: http://www.dresdner-dampfeisenbahn.de