| 12.09.2002 Dresdner
Dampfeisenbahn AG
Aktionärsbrief September 2002
Sehr geehrte Aktionäre,
liebe Freunde der Dresdner Dampfeisenbahn AG,
vorab einige Informationen über die Lage unserer Gesellschaft nach der
Hochwasserkatastrophe.
Das Büro der Dresdner Dampfeisenbahn AG befindet sich derzeit noch im direkt an der Elbe
liegenden Stadtteil Mickten und ist von der Flut leider nicht verschont geblieben. Die
entstandenen Schäden haben uns für eine Woche außer Gefecht" gesetzt,
konnten aber mittlerweile behoben werden.
Alle Freunde der Schmalspurbahn Radebeul - Radeburg kann ich ebenfalls beruhigen. Am
Gleisbett sind durch die parallel fließende Lößnitz und die Regenfälle im August keine
nennenswerten Schäden entstanden. Der Fahrbetrieb konnte nach zweitägigem Stillstand
wieder planmäßig aufgenommen werden.
Auch unser Traditionsbahnhof in Radeburg war vom Hochwasser nicht betroffen. Eventuell
verunsicherten potentiellen Aktionären der Dresdner Dampfeisenbahn AG kann ich guten
Gewissens mitteilen, dass die friedlich durch Radeburg dümpelnden" Flüsschen
Röder und Promnitz auch nach heftigen Niederschlägen offensichtlich keine Gefahr für
die Schmalspurbahn, unser Stadtmodell oder den Bahnhof darstellen.
Anders sieht die Situation leider bei der Weißeritztalbahn Freital - Kipsdorf aus. Die
Strecke wurde zu 70% zerstört, eine Stellungnahme der Deutschen Bahn AG zu möglichen
Sanierungsmaßnahmen steht noch aus. (Weitere Informationen und ein Spendenkonto zur
Unterstützung des Wiederaufbaus finden Sie unter http://www.weisseritztalbahn.de )
Die mit DB-Netz bestehenden offenen Fragen bezüglich der noch im Bahnhof befindlichen
Sicherheitstechnik konnten noch nicht geklärt werden. Angesichts der durch die
Flutkatastrophe zerstörten Bahnverbindungen - deren Sanierung bei DB-Netz natürlich
höchste Priorität hat - werden wir mit dezentem Nachdruck weiter an einer baldigen
Lösung unseres Problemchens" festhalten. Eine Klärung ist für die Dresdner
Dampfeisenbahn AG insbesondere aus versicherungstechnischen Gründen notwendig.
Unser Architekt, Herr Naujok, hat im August eine fachliche Bestandsaufnahme des Bahnhofes
Radeburg und der künftigen Schauwerkstatt durchgeführt und erstellt gegenwärtig die
Sanierungs- und Umbaupläne für die Baugenehmigung sowie die Fördermittelanträge für
das Denkmalschutzamt.
Auch wenn das Stadtmodell Dresden" auf Grund der jüngsten Ereignisse etwas in
den Hintergrund gerückt zu sein scheint, arbeiten wir nach wie vor mit Elan an diesem
Projekt. Ich werde Ihnen in meinem nächsten Aktionärsbrief wieder ausführlicher
darüber berichten.
Bis dahin verbleibe ich mit den besten Grüßen
Jana Sperling
Homepage: http://www.dresdner-dampfeisenbahn.de
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